/// Am langen Turm - WS 2000/2001
/// Gaumenschmaus
/// Gastprofessor Alan Brookes
Ort
Der "Lange Turm", auch "Pulverturm" genannt, war das höchste Bauwerk der zweiten Stadtmauer Aachens. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert, ist auf einem Hügel erbaut und war als Wachturm mit guter Aussicht und als Feuerwache konzipiert. Der Name "Pulverturm" stammt aus einer Zeit, in der der Turm vorrübergehend als Pulvermagazin diente.
Heute scheint der Ort wie eine grüne Insel, welche von zwei zum äußeren Ring gehörigen Straßen umschlossen wird.
Aufgabe
Die Aufgabe bestand darin, auf dem langgezogenen Grundstück neben dem "Langen Turm" ein Gebäude zu entwickeln, welches eine kleine Schulungsstätte für Köche und ein angeschlossenes Restaurant beinhaltet. Zusätzlich sollte die Möglichkeit für die Übernachtung der Schulungs-Teilnehmer vor Ort geschaffen werden.
|
|
Konzept
Das Grundstück wird durch den alten Baumbestand und die priviligierte Aussicht über Aachen geprägt. Dem entgegengesetzt wirkt der Einfluss des Verkehrslärmes von der im Rücken des Grundstückes verlaufenden Turmstraße.
Ansatzpunkt bilden diese Voraussetzungen. Ein langgezogenes Volumen nimmt die Zimmer zur Übernachtung auf. Der Körper verweist formal auf die nicht mehr vorhandene Stadtmauer und wirkt für das restliche Grundstück wie eine Lärmschutzwand. Die Holzfassade fügt sich in die natürliche Stimmung des Ortes ein. Die Küche und das Restaurant positionieren sich als Glaskörper mit Blick über die Stadt unter den Baumkronen. Ein dritter kleinerer Körper steht von Wasser umflossen unter das Restaurant geschoben. Er dient als flexibel bespielbarer Tagungsraum.
|