/// Zwitch - 1. Preis in der Microsoft "Tablet-PC
/// Student Challenge" 2004
Die Zwitch homepage finden Sie hier.
Ein HTML-Tutorial, welches dem Programm zugrundelegenden Konzepte und Hauptfunktionsweisen erläutert finden Sie hier.
Das Tutorial bezieht sich auf die Programmversion zum Zeitpunkt der Wettbewerbsabgabe, wohingegen im Folgenden die weiterentwickelte Version zur CeBIT 2005 beschrieben wird.
„Zwitch“ wurde von Lena Brenk, Andreas Strothmann, Marcel Schwalb und Jörg Hillesheim entworfen und entwickelt. Das Programm wurde zunächst 2004 im Rahmen eines von Microsoft Deutschland ausgeschriebenen Wettbewerbes „Tablet-PC Student Challenge“ entwickelt und mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Auf der CeBIT 2005 wurde die Software am Microsoft Mobile Productivity Stand von dem Team präsentiert.
Die Aufgabe für den Wettbewerb war eine Tablet-PC-Software für die mobile Datenerfassung im Bereich Facility Management zu entwickeln. Dies reicht vom Notieren von Beschädigungen eines Gebäudes oder neuer Installationen (z.B. Rohre, Leitungen, etc.) bis hin zum alltäglichen Management eines Gebäudes.
Zwitch wurde hierfür entwickelt, seine Funktionsweise kann aber leicht auf eine grosse Anzahl von Anwendungen übertragen werden. Neben Datenaufnahme und Management können auch komplexe Arbeitssituationen erstellt werden, in denen auf mehrere Applikationen gleichzeitig zurückgegriffen werden muss.
Das Bild „Zwitch“ zeigt die Hauptelemente: den sog. „Zwitch“, Knoten und Verbindungen zwischen Knoten. Der „Zwitch“ besteht aus fünf Elementen, wobei sich vier Ringsegmente um einen inneren Kreis schließen. Jeder Knoten besteht aus drei unterschiedlichen klickbaren Bereichen. Die Funktionsweise dieser Hauptsteuerelemente wird im Folgenden erläutert.
Ztudio
Das sogenannte “Ztudio” ist der Arbeitsbereich in Zwitch. Der Bildschirm ist in vier Bereiche unterteilt. Jeder Bereich kann beliebigen digitalen Inhalt anzeigen, der vom Benutzer benötigt wird. Auf diese Weise lassen sich beliebige Kombinationen von Inhalten gleichzeitig darstellen. Welches Programm jeweils für die unterschiedlichen Inhalte benötigt wird ist für den Benutzer nicht relevant.
Im Zentrum der den Bildschirm teilenden Linien befindet sich der „Zwitch“. Klicken und Halten des mittigen Kreis-Buttons ermöglicht dem Anwender die Größe der einzelnen Bereiche in Relation zu den anderen zu bestimmen. Ein Klick auf eines der Ringsegmente lässt den „Zwitch“ in die entgegengesetzte Ecke springen, wobei der zugehörige Bereich maximiert wird.
Der Anwender kann mit Inhalten innerhalb von „Zwitch“ arbeiten, wie er es normalerweise in der jeweiligen Software gewohnt ist. Zusätzlich profitiert der Benutzer durch „Virtuelle Tinte“ von der Verbindung vieler verschiedener Appliktionen. So kann man beispielsweise mit dem Tablet-Stift in einer Symbolbibliothek einen Feuerlöscher mit einem „X“ markieren. Wenn man nun ein „X“ auf einen Geschossplan zeichnet wird das Symbol an dieser Stelle eingefügt. Schließlich würde diese Information automatisch einer Datenbank zugeführt. Jedes neue Symbol würde registriert und dem Informationsbestand über das Gebäude hinzugefügt. Auf diese Weise wird Datenaufnahme schnell und effektiv.
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Ztudy
Der mittlere Button des “Zwitch” dient nicht nur dazu diesen zu bewegen und die Fenstergrössen zu verändern. Beim Klick auf den Button springt die Software vom „Ztudio“ ins „Ztudy“. Dieser Modus mit seinen Mind-Mapping-Fähigkeiten stellt dem Anwender ein starkes Werkzeug zur Organisation von Projekten zur Verfügung. Außerdem dient er der Zuweisung von Inhalten, welche in die vier Bereiche des „Ztudio“ geladen werden sollen.
Der „Zwitch“ befindet sich im Herz der Mind-Map. Durch die Verwendung von „Virueller Tinte“ kann der Anwender sogenannte „Knoten“ erzeugen, welche direkt oder indirekt mit dem „Zwitch“ verbunden sind. Jeder Knoten hat drei unterschiedliche klickbare Bereiche.
Der grosse Bereich oben links stellt einen „Container“ dar, welcher dazu dient zu unterschiedlichen digitalen Inhalten zu verlinken. Beispielsweise kann man auf diesen Bereich des Knotens klicken und anschließend eine Datei oder eine URL auswählen. Hierdurch wird ein link erstellt, wobei grundsätzlich der Inhalt außerhalb von „Zwitch“ bleibt.
Allerdings muss nicht unbedingt Inhalt mit einem Knoten verlinkt werden. Ein Knoten kann auch als eine Art „Ordner“ dienen. Beispielsweise kann ein Knoten ein bestimmtes Projekt kennzeichnen. Innerhalb dieses Projektes könnten sich weitere Knoten befinden, welche Teile des Projektes, wie Bilder oder CAD-Dateien kennzeichnen. In jedem Fall kann der Anwender eine eigene Form der Organisation wählen, die seinem Blick auf das Projekt entspricht. Man könnte sagen, er kann sein eigenes digitales Bild eines Projektes erzeugen, welches am meisten dem Bild des Projektes in seinem Kopf ähnelt. Ermöglicht wird dies durch die Freiheit in der Setzung und Verlinkung jedes einzelnen Knotens.
Der zweite Teil eines Knotens wird sichtbar, wenn der Anwender den Stift über einen Knoten hält (wie Mouseover). Er befindet sich rechts oben und kann dazu benutzt werden den Knoten zu bewegen.
Der dritte Teil, ein kleiner schwarzer Kreis rechts unten am Knoten, dient als Startpunkt, um durch das Zeichnen von Linien Knoten zu verbinden. Dabei kann man strikte Hierarchien ausbilden und einhalten oder diese durchbrechen, wenn es sinnvoll erscheint.
Wenn man eine Kombination von Inhalten im „Ztudio“ benötigt, kann man diesen leicht mit diesen Inhalten bestücken. Mittels ‚drag&drop’ zieht man die Icons aus dem „Container“-Bereich der Knoten und lässt sie innerhalb eines der vier Bereiche des „Ztudios“ fallen. Das „Ztudio“ bleibt während der Arbeit im „Ztudy“ als transparender Hintergrund jederzeit sichtbar.
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